Die Vergangenheit ist das einzige Rüstzeug, das uns die Mittel liefert, unsere Zukunft zu gestalten.
(José Ortega y Gasset)
Das Stadtmuseum Murau steht dafür, die Kulturgeschichte der Stadt und des Bezirkes zu bewahren und Kulturgüter sowie Kulturschätze zu restaurieren und für die Nachwelt zu erhalten. Im Museum sollen die Besucher in direktem Kontakt mit der Kulturgeschichte, den Menschen und der Entwicklung von Handwerk und Handel die Geschichte verstehen und begreifen lernen. Das Stadtmuseum ist ein lebendiger Ort der Begegnung.
Wir bieten den Besuchern Themenführungen, die sie selbst wählen können (bitte im Voraus bestellen). Besucherorientierung heißt, dass wir uns nach den Interessen der Besucher orientieren, indem wir Teilbereiche der Ausstellungen zeigen, die vom Besucher selbst gewählt werden können. So sind Führungen möglich, die entweder 2 Stunden oder 30 Minuten dauern können.
Neben Tradition und Regionalität werden auch moderne Bezugspunkte hergestellt. Durch Informationsveranstaltungen, Vorträge und Seminare erhält der Besucher und das Museum einen Mehrwert. Die Besucher können sich umfassend über Spezialthemen wie Handwerk, Tradition und Handel informieren.

________________
Das Kapuzinerkloster in Murau wurde 1643 von Georg
Ludwig von Schwarzenberg, dem letzten Ehemann
der Anna Neumann gegründet. Bis 1969 wirkten Kapuzinermönche
in Murau. Durch die Unterbringung des
Stadt- und Handwerksmuseum hat es eine neue Belebung
erfahren. Gezeigt wird im Stadtmuseum die Geschichte
der Stadt Murau von den ersten urgeschichtlichen Funden,
über wertvolle Exponate aus dem Mittelalter, bis zu
persönlichen Erinnerungsstücken aus neuerer Zeit. Das
Handwerksmuseum beherbergt einige Original - Werkstätten
aus der Stadt Murau. Insgesamt 18 Handwerke geben
durch vielzählige Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände
Einblick in die Arbeitsabläufe.
Der erste Versuch zur Gründung eines Murauer Stadtmuseums erfolgte 1926 durch Friedrich Zelburg, dem damaligen Stadtamtsdirektor. Von dieser Idee blieb allerdings nur der Inhalt einer Vitrine erhalten. Die tatsächliche Umsetzung gelang 1950 Mag. Ernst Gasteiger, der damalige Apotheker von Murau. Seine Sammlung entstand aus "Dingen" der Vergangenheit der Statdt Murau und Umgebung. Exponiert wurde diese vorerst im eigenen Haus. 1952 unterstellte Mag. Ernst Gasteiger seine Sammlung dem Joanneum in Graz. 1963 schenkte er diese der Stadtgemeinde Murau. Die nächste Übersiedelung folgte 1970 in das sogenannte "Eggharthaus", einem Gebäude in der Anna-Neumann Strasse, und konnte dort 1971 wiedereröffnet werden.
Die bisher letzte Übersiedelung ereignete sich 1975 in das ehemalige Kapuzinerkloster Murau und konnte 1977 wiedereröffnet werden. Seit 1999 gibt es den Unterstützungsverein für das Murauer Stadtmuseum, der die Erhaltung und die Erweiterungen des Museums organisiert.

|